soziologie heute

Fachmagazin für Soziologie

Februarausgabe 2018

Werte Leserin, werter Leser,

mit der Februar-Ausgabe starten wir ins Neue Jahr, genau genommen in das elfte Erscheinungsjahr von soziologie heute. Wir haben uns deshalb entschlossen, Ihnen einige Beiträge anzubieten, die Rückblicke enthalten. Doch soziologische Rückblicke sind mehr als bloße Geschichtsdarstellung. Soziologische Rückblicke hinterfragen Ereignisse, stellen Vergleiche mit anderen Phänomenen an und stellen Verbindungen zu aktuellen Entwicklungen her.
So starten wir dieses Mal mit Auszügen aus der Lebensmitschrift des Soziologen Hermann Strasser – nach eigener Bezeichnung ein „Unterhundertjähriger“. Hermann Strasser schildert in seinem Beitrag den amerikanischen Kapitalismus und dessen Knast AGs.
Helmut Schröder wirft auch den Blick zurück, allerdings nicht so weit. Er widmet sich den Krisen, welche Beschäftige erlebt haben und wie diese erfolgreich bewältigt werden können.
Den „anderen 68ern“ sinniert Richard Albrecht nach, indem er auf eine seinerzeitige IfD-Studie zum Fernsehverhalten verweist.
2017 erschien im Quintus-Verlag das Buch „Sprung über ein Jahrhundert“ von Francis D. Pelton oder – genauer gesagt (es handelte sich dabei um ein Pseudonym) – Franz Oppenheimer. In dieser Neuauflage des 1934 erschienen utopischen Romans schildert Oppenheimer seine Zukunftsvisionen. Bernhard Hofer hat für Sie dieses Buch gelesen und fasst es kurz zusammen.
Natürlich bewegen wir uns mit den Beiträgen auch in der Jetztzeit. Heribert Krekel diskutiert in seinem Artikel die Problematik der Identitätspolitik entlang der Geschlechterdebatte mit Bezug auf die Schwulen- und Lesbenbewegung und Heidemarie Pöschko und Katharina Wurzer präsentieren ihre Sicht über die „Neuen Selbstständigen“ zwischen Unabhängigkeit und unsicherer Lebensrealität.
Und mit Demokratie geht es weiter: Bernhard Martin schreibt über Plutokraten und Populismus – Demokratie in der Zwickmühle und Michael Mayer geht auf den Begriff Postdemokratie ein, der u.a. für die Verdrängung der politischen Macht durch die private Macht steht.
Wie gewohnt erwarten Sie zahlreiche weitere interessante Beiträge aus dem Feld der Soziologie und ihren Nachbardisziplinen.
Die Redaktion wünscht Ihnen allen ein spannendes und erfolgreiches 2018 und natürlich fesselnde Lesestunden.
Bitte empfehlen Sie uns weiter!

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