soziologie heute

Fachmagazin für Soziologie

soziologie heute Dezemberausgabe 2020

Werte Leserin, werter Leser,
unser Titelbild für die Dezemberausgabe haben wir dieses Mal sehr bewusst gewählt: einerseits wird zur Weihnachtszeit an vielen Orten das Friedenslicht verteilt und mahnt uns, die damit verbundene Friedensbotschaft im persönlichen Umfeld weiterzugeben und auch zu leben, andererseits ist die Sehnsucht nach Licht gerade in diesen dunklen Corona-Zeiten auch so etwas wie der Ausdruck der Hoffnung – einer Hoffnung auf einen gemeinsamen Weg zur Bewältigung dieser Krise.
Für so manche aktuelle Konflikte finden wir Analysen bei soziologischen Klassikern. Horst J. Helle lässt dieses Mal Peter L. Berger zum Thema Rassenfrage, Homosexualität und Todesstrafe zu Wort kommen – Themen, die dzt. vor allem die Gesellschaft in den Vereinigten Staaten spalten. Ergänzend dazu berichtet Antje Karbe von einer politikwissenschaftlichen Studie der Universität Tübingen, wo es um Alltagsrassismus geht, der gerade Geflüchteten das Leben besonders erschwert.
Claudia Pass befasst sich in ihrem Beitrag mit der Digitalisierung und ihren Auswirkungen auf unser Gesundheitssystem und stellt die Frage, wie viele dieser technologischen Innovationen rechtlich und ethisch vertretbar sind. Der Arbeits- und Organisationspsychologe Christoph Augner widmet sich dem Thema Homeoffice und hinterfragt, ob es vielleicht langsam an der Zeit ist, Bürogebäude unter Artenschutz zu stellen.
Weihnachten ist auch die Zeit des Backens von Süßigkeiten. Deshalb machte sich Volker Wackerfuß auf, besuchte einen Spezialisten. Er beleuchtet in seinem Beitrag die Geschichte der Konditorei und führte ein Interview mit Konditormeister Karl-Heinz Eisenman.
Der Pflegealltag ist nicht zuletzt aufgrund der Corona-Krise in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt. Konrad Hofer stellt die besonderen Herausforderungen des Pflegealltags für Pflegekräfte dar und weist auf Faktoren hin, die zu einer Attraktivierung dieses systemrelevanten Berufsfeldes beitragen könnten.
Gemeinsam mit Wilhelm von Ockham gilt Johannes Duns Scotus als Urheber der nominalistischen Revolution. Die nächsten Jahrhunderte wird dieser Nominalismus die Philosophie maßgebend mitprägen – so Alfred Rammer in seinem Beitrag.
Für den Münchner Regisseur Klaus Lemke ist der Film eine Dienstleistung, wo der Staat tunlichst seine schmutzigen Finger raushalten soll. Fasziniert vom Lebensweg und -werk dieses „Rebellen“ interviewte Frank Wolfram Wagner dieses „Traditionsunternehmen“.
Daneben finden Sie auch wieder viele weitere erbauliche Beiträge und natürlich – als kleine Herausforderung für die Feiertage unser soziologie heute-Kreuzworträtsel.
Die Redaktion wünscht Ihnen eine besinnliche Weihnachtszeit und freut sich schon darauf, Sie im Neuen Jahr mit weiteren, spannenden Beiträgen überraschen zu dürfen.
Bleiben Sie gesund!