soziologie heute

Fachmagazin für Soziologie

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Stiftung Datenschutz (Hrsg.)

Wem gehören unsere Daten?

„Meine Daten gehören mir!“ – „Daten sind die neue Währung“. An starken Forderungen und Vergleichen mangelt es nicht, wenn es um Verfügungsrechte an Daten und den Handel von und mit ihnen geht. Doch werden mit der Diskussion um Dateneigentum & Co. oft klassische Grundannahmen des Datenschutzes hinterfragt.

Perspektiven eines neuen Verfügungsrechts

Der neueste Band der DatenDebatten, herausgegeben von der Stiftung Datenschutz, beleuchtet diese facettenreiche Thematik aus den wichtigsten dabei involvierten Fach- und Blickrichtungen.
◦Reicht das Konstrukt „informationelle Selbstbestimmung“ aus? Oder braucht es neue Regelungen, um die heutigen Erwartungen vieler Bürger/-innen an die Verfügungsgewalt über sie betreffende Daten zu erfüllen?
◦Welchen Wert haben Daten? Werden (personenbezogene) Daten immer mehr zu einem ganz normalen Tausch- und Zahlungsmittel?
◦Wie kann mehr Transparenz geschaffen werden? Welche Folgen hat die im digitalen Alltag vieler Menschen längst stattfindende Kommerzialisierung von Privatsphäre?

Auf dem Weg zu einem Datenschuldrecht?

Ein spannender Querschnitt aktueller Entwicklungslinien, Initiativen und Streitpunkte der notwendigen neuen Debatte um Dateneigentum und Datenhandel.

Mit einem Geleitwort von Prof. Dr. Günter Krings, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister des Innern, für Bau und Heimat.

Herausgegeben von der Stiftung Datenschutz, Erich-Schmidt-Verlag, Nov. 2018, ISBN 978-3-503-18224-4

Mit Beiträgen von
Hannes Bauer, Patrick Bunk, Dr. Ilja Czernik, Dr. Alexander Duisberg, Saskia Esken, MdB, Prof. Dr. Svenja Falk, Prof. Dr. Florian Faust, LL.M., Prof. Dr. Karl-Heinz Fezer, Alfred Fuhr, M.A., Prof. Dr. Reto M. Hilty, Dr. Henning Hofmann, Dr. Nicola Jentzsch, Prof. Dr. Dr. h.c. Wolfgang Kilian, Prof. Dr. Kai v. Lewinski, Francois Heynike, LL.M., Anna Mayer, Hans-Jörg Naumer, Dipl.-Kfm. Heiko Richter, LL.M., Frank Riemensperger, Dipl.-Inf. (FH) Prof. Ingo Ritter, Leonie Schönhagen, Dr. Sönke E. Schulz, Prof. Dr. Louisa Specht, Prof. Dr. Daniel Zimmer, LL.M.

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DÜRKOP-HENSELING, Linda/OBERMEIER, Claudia (Hrsg.)

Typisch Soziologie!?
Sozialwissenschaft zwischen
Wissenschaft und Praxis
Herausgegeben von Claudia Obermeier /
Linda Dürkop-Henseling
ISBN:978-3-7799-3786-9
Erschienen:12.09.2018
Beltz Juventa, 1. Auflage

 

 

 

 

Im Vorwort des Bandes weist Günter Endruweit darauf hin, dass sich die Soziologie insbesondere durch die nach der ersten Nachkriegszeit einsetzende Aufstellung von Studienplänen und Prüfungsordnungen für Diplom- undMagisterstudien zu einer echten Profession entwickelt hat. Durch die studierten speziellen Soziologien ergeben sich interessante Kooperationsmöglichkeiten mit anderen Studienfächern und somit Perspektiven für Berufsfelder, die über die engen Fachgrenzen hinausgehen.

Die beiden Herausgeberinnen, Claudia Obermeier und Linda Dürkop-Henseling, haben eine zweisemestrige Ringvorlesung zu den Berufsperspektiven für Soziologen organisiert und die meisten Vorträge daraus in vorliegendem Band zusammengefügt. Erfahrungsgemäß schlägt nur ein sehr kleiner Prozentsatz der Soziologiestudierenden eine universitäre Karriere ein. Für Obermeier und Dürkop-Henseling war es deshalb ein Anliegen, außeruniversitär tätige Soziologinnen und Soziologen im Band zu Wort kommen
zu lassen. Beide kommen zu dem Schluss, dass soziologische Expertise überall, wo kommuniziert wird – und somit in beinahe jedem Berufsfeld – ihre Verankerung und eine Wirkungsstätte finden kann. Exemplarisch – und um einen Einblick in die Bandbreite beruflicher Tätigkeiten zu erhalten – kommen in diesem Buch vor allem Soziologinnen und Soziologen zu Wort, die außeruniversitär tätig sind wie z. B. eine Social-Media-Managerin, ein Regionalleiter einer Stiftung, ein freiberuflicher Berater und Seminardozent im Arbeitsschutz und Gesundheitsmanagement, der Büroleiter einer politischen Partei, eine Referentin im Kirchlichen Dienst, eine Leiterin des Pressereferates der Landeshauptstdt Kiel oder eine Managerin im Filmverleih u.v.m.

Der vorliegende Band bietet nicht nur Studierenden der Soziologie wertvolle Einblicke in berufliche Perspektiven, er ist auch eine ergiebige Quelle für soziologisches Lehrpersonal, da die außeruniversitären Tätigkeiten letztlich auf ihren Ursprung zurückstrahlen. Ergänzend muss noch angemerkt werden, dass o.a. Ringvorlesungen eigentlich zum Standardprogramm jeglicher Soziologie-Ausbildung gehören sollten. Es wäre letztlich eine Win-Win-Situation für Studierende und Lehrpersonal.

B. J. Hofer

Dezemberausgabe 2018

Werte Leserin, werter Leser,
der Redaktion war es stets ein Anliegen, Studien und Projekte zu präsentieren, welche einen gesellschaftlichen Mehrwert bringen. Anlässlich des 10-jährigen Jubiläums unseres Magazins haben wir beschlossen, eine Initiative zu starten. Unter dem Motto „soziologie bewegt“ suchen wir herausragende Leistungen von soziologisch tätigen Personen und/oder Einrichtungen, welche die Gesellschaft nachhaltig bewegt haben oder noch bewegen können.

Ab sofort können Studien/Projekte eingereicht werden. Deadline ist der 31. März 2019. Nähere Infos finden Sie auf Seite 44 in dieser Ausgabe. Machen Sie mit und werden Sie eine starke Stimme für die Soziologie!

Auch das Dezemberheft von soziologie heute lenkt den Fokus auf große gesellschaftliche Herausforderungen: Europa, Friedenspolitik, Digitalisierung, Chancen durch ein neues Rollenverständnis u.v.m. soziologie heute möchte mit den unterschiedlichen Beiträgen zum Nachdenken und zur Diskussion anregen.

Wenn in der Vergangenheit, aber auch in Zukunft, so mancher Beitrag nicht dem empfundenen Mainstream nachkommt, so ist dies durchaus beabsichtigt. Soziologie ist keine in sich erstarrte Disziplin; sie braucht den lebendigen Diskurs, sie ist nicht einem Schwarz-weiß-Denken verhaftet, sondern widmet sich auch den vielen Schattierungen dazwischen.

Allen unseren Leserinnen und Lesern wünschen wir ein gesegnetes Weihnachtsfest und erholsame Feiertage. Genießen Sie die freien Tage – vielleicht auch, um Einzutauchen in die mannigfaltige Welt der Soziologie. Danke für Ihre bisherige Treue und empfehlen Sie uns weiter!

Ihre Redaktion von soziologie heute

Inhaltsverzeichnis Dezemberausgabe 2018

AUFRUF: Soziologie bewegt!

10 Jahre soziologie heute sind wahrlich ein Grund zu feiern, nicht nur für die Redaktion, sondern auch für unsere Leserschaft.
Soziologie ist mehr als bloße Disziplin und Wissenschaft für sich; vielmehr hat Soziologie auch einen speziellen Auftrag für die Gesellschaft und unserer Zusammenleben. Soziologie bewegt unsere Gesellschaft – das gilt nicht nur für die Vergangenheit und Gegenwart, sondern insbesondere auch für jene Herausforderungen, die auf uns zukommen.

Mit der Initiative „Soziologie bewegt“ rückt soziologie heute den Fokus auf herausragende Leistungen von soziologisch tätigen Personen und/oder Einrichtungen, welche die Gesellschaft nachhaltig bewegt haben oder auch bewegen können.

Beispiele für herausragende soziologische Leistungen finden sich in der Vergangenheit zur Genüge. So wurde in den 1930er Jahren vom Projektteam Lazarsfeld, Jahoda und Zeisel die Studie „Die Arbeitslosen von Marienthal“ durchgeführt. Dabei wurden Daten aus unterschiedlichsten Quellen unter der leitenden Fragestellung interpretiert, wobei man sehr unterschiedliche Erhebungsmethoden kombinierte. Somit entstand ein eindringliches Bild eines von kollektiver Beschäftigungslosigkeit geprägten Industriedorfes. Die Form des Methodenmix fand in der Folge zunehmend Eingang in die Wissenschaft.
Bahnbrechend für die Kommunikationsforschung war auch die 1940 anlässlich des amerikanischen Präsidentschaftswahlkampfes durchgeführte Studie „The People‘s Choice“ von Paul Lazarsfeld. U.a. stellte Lazarsfeld fest, dass interpersonale Kommunikation einen starken Einfluss auf das spätere Wahlverhalten hat.
Norbert Elias und Pierre Bourdieu entwickelten den „Habitus“ zum soziologischen Fachbegriff, welcher sich seither auch in anderen Wissensdisziplinen verbreitet.
Mit seinem Buch „Bowling alone“ analysierte Robert Putnam die positiven Auswirkungen sozialer Vernetzung bzw. die sozialen Katastrophen, wenn der soziale Zusammenhalt zerfällt. Seine Überlegungen fanden Eingang in zahlreiche Untersuchungen zur Freiwilligenarbeit und zur Regionalentwicklung.
Martina Löw koordinierte ein vom hessischen Ministeriums für Wirtschaft und Kunst geförderten Kooperationsprojekt mit dem Schwerpunkt „Eigenlogik der Städte“. Der Eigenlogik-Ansatz unterscheidet sich grundlegend von bisherigen Sichtweisen der Stadtforschung, welche die Stadt zwar als gegebene, nicht weiter zu untersuchende Größe betrachten. Der Eigenlogik-Ansatz hingegen macht die Stadt selbst zum Untersuchungsgegenstand.
In seiner Habilitationsschrift „Soziale Beschleunigung. Die Veränderung der Temporalstrukturen“ verweist Hartmut Rosa darauf, dass aufgrund des Zeitgewinns durch technischen Fortschritt eine Art Zeitnot und kein Zeitgewinn entsteht. Nach Rosa kann sich der Mensch nie ausruhen und sich nie zufriedengeben, da er sonst mit einem Verlust oder Nachteil rechnen müsste. Im digitalen Zeitalter sind seine Überlegungen hinsichtlich Steuerungsmöglichkeiten des Lebens Grundlage für die Arbeit von Gewerkschaften, Bildungseinrichtungen, Kirchen usf.
Die Liste ließe sich noch beliebig fortsetzen. soziologie heute möchte jedoch den Fokus auf neue wissenschaftliche Studien/Projekte richten.

Mit der Initiative „Soziologie bewegt“ werden deshalb Soziologinnen und Soziologen aufgerufen, soziologische Forschungsprojekte/-arbeiten vorzustellen, die in den letzten 5 Jahren begonnen bzw. abgeschlossen wurden und die Gesellschaft oder Teile der Gesellschaft nachhaltig bewegt haben.

Kriterien der Einreichung:
• Personen mit abgeschlossener Soziologie-Ausbildung oder soziologische Institute/Unternehmen oder Vereine mit soziologischer Ausrichtung, die
• wissenschaftliche Arbeiten erstellt oder Forschungsprojekte durchgeführt haben, welche
– auf aktuelle Herausforderungen unserer Gesellschaft(en) Bezug nehmen
– einen lösungsorientierten Ansatz im Sinne von Praxisrelevanz verfolgen
– eine innovative Fragestellung und/oder Methodik (z.B. Methodenmix, disziplinübergreifend, partizipativer Ansatz …) verwenden
– nachhaltig im Sinne von effektiver Wirkung (Umsetzungsrelevanz) gestaltet sind
– transparent und in verständlicher Sprache dargelegt sind und die in den letzten 5 Jahren begonnen bzw. abgeschlossen wurden und dabei die Gesellschaft oder Teile der Gesellschaft nachhaltig bewegt haben.

Form und Umfang der Einreichung:
Der Umfang der Einreichung (Projekt-/Studienbeschreibung, Ergebnisdarstellung etc.) ist mit 30.000 Zeichen (inkl. LZ) beschränkt. Dateiformat: pdf

Termin:
Einreichungen können ab sofort getätigt werden. Deadline: 31. März 2019.

Alle eingereichten Beiträge werden in soziologie heute mit einer Kurzbeschreibung und den jeweiligen Ansprechpartnern vorgestellt. Die von den Jurymitgliedern ausgewählten Einreichungen erscheinen ab Juni 2019 in einer Sonderpublikation von soziologie heute.

Jurymitglieder (Stand 28.11.2018):

Dr. Franz Hans-Werner (D), ao.Univ.Prof.i.R. Dr. Roland Girtler (A), Prof. Dr. Walter Hollstein (CH), Prof. Dr. Christian Pracher (D), Mag. Dr. Ursula Rami (A), Prof. DDr. Dieter Senghaas (D), Prof.em.Dr. Hermann Strasser (D), em.Univ.Prof. Dr. Klaus Zapotoczky (A), Redaktion soziologie heute.

 

Sie haben Fragen zur Einreichung? Senden Sie einfach ein Mail mit Ihrer Frage an:
office@soziologie-heute.at.

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!

 

soziologie heute -die aktuelle Oktoberausgabe 2018

über Septemberausgabe 2018

Inhaltsverzeichnis Oktoberausgabe 2018