soziologie heute

Fachmagazin für Soziologie

Archiv für Richard Albrecht

Oktoberausgabe 2021

Werte Leserin, werter Leser,

die Oktober-Ausgabe von soziologie heute zeigt die Vielfalt soziologischer Themen. Zahlreiche gegenwärtige Herausforderungen wie zum Beispiel Klimawandel, Digitalisierung und Corona erfordern multidisziplinäre Lösungsansätze, weshalb Guido Tolksdorf auf die Bedeutung soziologischen Wissens hinweist und für eine „pragmatische Soziologie“ plädiert.

Francisco Matias da Rocha skizziert angesichts der immer offensichtlicher werdenden Klimakrise die Umweltpolitik der Biden-Administration und bringt seine Hoffnung auf eine friedvolle Wende im Sinne der nächsten Generationen zum Ausdruck.

Ruth Wilma Albrecht beschäftigt sich eingehend mit den Entwicklungen der Biotech-Technologie und zeichnet am Beispiel der Corona-Impfstoffe den wissenschaftlich-technischen Transformationsprozess im Staatsmonopolistischen Kapitalismus (STAMOKAP) nach. Olga Grünwald und Marleen Damman gehen der Frage nach, wie ältere berufstätige Personen die Erbringung häuslicher Pflegeleistungen im Alltag erleben. Dana Jarczyk und Thomas Altenhöner widmen sich in ihrem Beitrag den Zusammenhang zwischen Digitalisierungsprozessen an Schulen und dem Stresserleben von Lehrkräften.

Während Sven Papcke angesichts der Cancel-Culture und der „Querdenker“-Aufmärsche die Frage stellt, ob Zivilisierung nötig sei, sieht Gerhard Schwartz in seinem Artikel Parallelen zwischen der demokratisch-liberalistischen Medien- und Massengesellschaft und einem Casino.

Alfred Rammer widmet sich der US-amerikanischen Philosophin Judith Butler, deren Arbeiten sich durch Feminismus, Diskurs- und politische Theorien charakterisieren lassen. Richard Albrecht setzt sich mit dem Verlust von Primärerfahrungen im gesellschaftlichen Wandel und den Folgen auseinander, Bernhard Martin wiederum zeichnet den Umgang der Massenmedien mit den sogenannten „Verschwörungstheorien“ nach.

Neben Kurzbeiträgen aus der Forschung zu durch Armut verursachten psychischen Belastungen und Religiosität, zur Wahrnehmung von geflüchteten Personen, zur Bedeutung emotionaler Botschaften in Schlagzeilen und zum sogenannten Anstrengungs-Paradox gibt es wieder ein soziologie heute Kreuzworträtsel.

Wir wünschen Ihnen einen guten Start in den Herbst und viel Vergnügen beim Lesen!

Die Redaktion von soziologie heute

Augustausgabe 2021

Werte Leserin, werter Leser,

die August-Ausgabe von soziologie heute widmet sich aus unterschiedlichen Perspektiven den Folgen wahrgenommener gesellschaftlicher Veränderungen.

Seit Beginn der Corona-Krise fühlen und erleben viele Bürgerinnen und Bürger eine Gefährdung demokratischer Prinzipien. Rudolf Kratochvilla begibt sich deshalb auf eine historische Reise zur Ideengeschichte von Demokratie; Erfolge und Rückschläge dieser Herrschaftsform werden ebenfalls behandelt. Gegenwärtig werden auch gesellschaftliche Veränderungsprozesse breit diskutiert, weshalb sich Guido Tolksdorf mit der „großen Transformation“ und ihren vermeintlichen Hintergründen beschäftigt. Mit den Fragen, wie eine Verständigung zwischen Individuen bei zunehmender gesellschaftlicher Komplexität und kultureller Variation möglich sei und welche Auswirkungen dies auf die Rechtfertigung politischer Entscheidungen habe, setzt sich Bernhard Martin auseinander. Richard Albrecht wiederum befasst sich in seinem Artikel mit den gesellschaftlichen Tugenden des Nonkonformismus unter Bezugnahme auf einen Text von Lewis Coser.

Zusammenfassend zu den drei bisher erschienenen Beiträgen erläutert Andreas Bleeck die von ihm entwickelte Wertematrix. Alfred Rammer widmet sich dem deutschen Philosophen Markus Gabriel, welcher als bekanntester Vertreter des „Neuen Realismus“ gilt. Lesen, Schreiben und Rechnen zählen zu den zentralen Kulturtechniken der Menschheit, Hans Zauner gibt uns Einblicke ins sein persönliches Abenteuer Lesen.

In dieser Ausgabe setzen sich die Forschungsbeiträge auch mit kognitiven Verzerrungen im Alltag, den Folgen von Fehlinformationen und einer etwaigen Anfälligkeit für Corona-Mythen auseinander. Angesichts der noch währenden Bekanntheit von Lady Diana stellt Hermann Strasser Überlegungen zur gesellschaftlichen Bedeutung ihrer Prominenz und diesesm Mythos an.

Wir wünschen Ihnen einen entspannten Sommer und viele anregende Lesestunden!

LITERATUR/AUTORENVERZEICHNIS

gewünschte(n) Autor(in) bitte anklicken

ALBRECHT, Richard

ALBRECHT, Wilma Ruth

ATTESLANDER, Peter

AUGNER, Christoph

BECKER, Howard

BEDORF, Thomas

BERNSDORF, Wilhelm (Hrsg.)

BERTELSMANN-STIFTUNG

BÖCKLER, Stefan

DÖRING, Diether/KROKER, Eduard J.M.

DRUYEN, Thomas

DÜRKOP-HENSELING, Linda/OBERMEIER, Claudia (Hrsg.)

ECKHARD, Erwin

ELLRICHSHAUSEN, Egon

ENDRUWEIT, Günter/TROMMSDORFF, Gisela/BURZAN, Nicole (Hrsg.)

FÜRSTENBERG, Friedrich

GIRTLER, Roland

GÖTTLICH, Andreas/SEBALD, Gerd/Weyand, Jan (Hrsg.)

GÖTZ, Haydar Aly

GÜNTHER, Adolf

HELLE, Horst J.

HERB, Ulrich

HERBERMANN, Marc

HESSEL, Stéphane

HILLMANN, Karl-Heinz (Hrsg.)

JAKOMEIT, Uwe/JÜNKE, Christoph/ZOLPER, Andreas

KLATT, J./WALTER, F.

KOPP, Johannes/STEINBACH, Anja (Hrsg.)

KROBATH, Hermann T.

MAHLMANN, Regina

MAYRING, Philipp

MOEBIUS, Stephan

MOEBIUS, Stephan/KNEER, Georg

NAHRENDORF, Rainer

NICOLINI, Maria

PREUSS, Jürgen

REHMANN, Jan

STEINERT, Heinz

STIEGNITZ, Peter

STIFTUNG DATENSCHUTZ (Hrsg.)

STIGLITZ, Joseph E./GREENWALD, Bruce C.

STRASSER, Hermann

STUPKA, Andreas W.

VENKATESH,Sudhir

VOBRUBA, Georg

VONHOFF, Bernd/REISCHL, Gerald

WAGENKNECHT, Sahra

WAGNER, Frank Wolfram

WAGNER, Franz

ZENTRUM FÜR SOZIALE INNOVATION

soziologie heute Oktoberausgabe 2015

SOZIOLOGIEHEUTE_OKTOBERausgabe2015.indd

erscheint 2. Oktoberwoche 2015

Werte Leserin, werter Leser,

Mit dem Oktoberheft 2015 starten wir in das achte Jahr des Bestehens von soziologie heute. Wer einmal in diese faszinierende
Welt „eingetaucht“ ist, der weiß, dass er erst am Anfang einer langen und spannenden Reise ist.
Das (neue) Institut für Höhere Studien soll seine wissenschaftliche Kompetenz zur – unabhängigen – Beratung politischer Entscheider
im Land mobilisieren. In den vier Schwerpunkt-Bereichen Gesundheit, Bildung, Arbeitsmarkt/Industrie 4.0 und Budgeting
werden Ökonomen, Soziologen und Politologen interdisziplinär forschen. Bernhard Martin interviewt hierzu den Sanierer des IHS-Instituts
Sigurd Höllinger.
Warum ist die Religionssoziologie heute wichtig als das je der Fall war? Weil die Religionen zum Hauptthema der richtigen und
falschen Medienberichterstattung geworden sind. Deshalb soll die Religionssoziologie einen Beitrag zum Verständnis – und nicht zu
Bejahung oder Verneinung – der Religionen leisten. Peter Stiegnitz beginnt dieses Mal mit dem Verständnis des Judentums.
Das Schiff „Soziologie“, das mit Comte und Durkheim seetüchtig gestartet ist, um neue wissenschaftliche Kontinente zu entdecken
und soziale Realität zu erforschen, ist zum „fliegenden Holländer“ geworden, der ohne reale Identität, konstruktivistisch degeneriert,
orientierungslos auf den Weltmeeren der sozialen Katastrophen des 21. Jahrhunderts herum irrt. Gerhard A. Schwartz geht
in seinem Beitrag darauf ein, wie es in der Soziologie weitergehen könnte.
Derzeit sieht sich Europa einer neuen Völkerwanderung ausgesetzt. Was sagt die Wissenschaft dazu? Ernst Gehmacher skizziert
einige Hypothesen – vielleicht auch nur Glaubenssätze – eines Sozialwissenschaftlers.
Der Relativität von Sein und Zeit geht Wolfgang Caspart auf die Spur. Ewig gültige Wahrheiten existieren nicht immanent in Raum
und Zeit.
Einblicke in das Wirken und Schaffen des gewaltigen Soziologen René König gewährt Richard Albrecht in seinem Beitrag über
„René König als Forschungsobjekt“.
Darüber hinaus erwarten Sie interessante Beiträge wie z. B. über den Einfluss von Attraktivität auf den Marktwert von Fußballern,
Antworten auf die Frage, aus welchen Gründen wir handeln, warum Kollektivstrukturen gesunde Bewegung fördern oder warum die
Generation Y häufig falsch eingeschätzt wird.
Die Redaktion von soziologie heute wünscht Ihnen interessante Lesestunden.

soziologie heute – Oktoberausgabe 2014

soziologie heute – AKTUELLE AUSGABE.

Inhalte der Feberausgabe 2014

SOZIOLOGIEHEUTE_FEBERausgabe2014.indd

SOZIOLOGIEHEUTE_FEBERausgabe2014.indd

Inhalte der Dezemberausgabe 2013

SOZIOLOGIEHEUTE_DEZEMBERausgabe2013.indd

SOZIOLOGIEHEUTE_DEZEMBERausgabe2013.indd

Inhalte der Oktoberausgabe 2013

SOZIOLOGIEHEUTE_OKTOBERausgabe2013.indd

SOZIOLOGIEHEUTE_OKTOBERausgabe2013.indd

Inhalte der Augustausgabe 2013

SOZIOLOGIEHEUTE_AUGUSTausgabe2013.indd

SOZIOLOGIEHEUTE_AUGUSTausgabe2013.indd

Jan Rehmann

187655_0

Jan Rehmann

Einführung in die Ideologietheorie

Hamburg: Argument, 2008; ³2012, 246 S.,

ISBN: 978-3-88619-337-0

Preis: 16,90 Euro

Die gründliche Kontextstudie arbeitet Theorien über Ideologie zwischen der Skylla ökonomistischer Verengung und der Charybdis ideologiekritischer Denunziation „falschen“ Bewusstseins auf. Und der Autor sich ab an der Frage typischerweise unbewusster Entstehungsbedingungen und funktionellen Wirksamkeiten des Ideologischen.

Das Ideologietheorie-Buch erinnert auch in dritter, unveränderter Auflage an ein theoretisch wie praktisch bis heute wichtiges Problem aller Strömungen der politischen Linken. Es geht um die zu Beginn der 1930er Jahre von Walter Benjamin (1892-1940) eingeforderte Theorie von der „Entstehung des falschen Bewusstseins“ (auch um der damaligen massenwirksamen Faszination des sich nationalsozialistisch nennenden deutschen Faschismus und seiner „Ästhetisierung des Politischen“ wirksam begegnen zu können). Jahrzehnte später entwickelte der Marxist Reinhard Opitz (1934-1986) im neuen deutschen Wohlfahrtsstaat der Altbundesrepublik Mitte der 1970er Jahre die These der Bewusstseinsfalsifikation als Versuch zu erklären, warum minderheitlich-monopolkapitalistische Ideologie bei nicht- und antimonopolkapitalistischen Klassen, Schichten und Gruppen mehrheitlich wirksam werden kann. Auch das verdeutlicht die damals unvorstellbare, inzwischen dramatische Wirksamkeit „neoliberaler“ Ideologie in Praxis und Theorie (nicht nur) in Ganzdeutschland.

Richard Albrecht, soziologie heute, Heft 29/Juni 2013

%d Bloggern gefällt das: